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Erfolgsfaktor Multimedia-Didaktik - Drei Beispiele
von Dr. Petra Rietsch
Patentlösungen für erfolgreiche Konzepte des E-Learning existieren nicht. Der Erfolg des Multimedia-Einsatzes in der Aus- und Weiterbildung hat Grundsätzlich zwei Seiten. Die Frage nach den Erfolgsfaktoren bezieht sich auf Faktoren zur Effizienzsteigerung und auf Faktoren zur Effektivitätssteigerung. Dieser Beitrag konzentriert sich auf die Effektivität des Lernens mit Multimedia und in diesem Zusammenhang auf eine erfolgversprechende Multimedia-Didaktik.
Zunächst werden (in s.u.) zwei langlebige Mythen hinterfragt. Diese werden häufig als Vorteile des Einsatzes von Lernprogrammen verbreitet: Mit Multimedia soll das Lernen viel effektiver sein und Multimedia soll die Motivation der Lernenden automatisch erhöhen. Bisherige Forschungsergebnisse stützen diese Aussagen nicht. Dagegen ist in Theorie und Praxis unbestritten, dass Multimedia-Didaktik ein entscheidender Erfolgsfaktor ist. Es werden in dem genannten Beitrag drei Praxisbeispiele vorgestellt. Die Autorin schildert die Überlegungen, die in die Entwicklung der jeweiligen Konzepte einflossen. Sie geht nicht auf überflüssige Details ein, sondern konzentriert sich auf entscheidende Aspekte der Multimedia-Didaktik.
Der Leser kann somit die Entwicklung des jeweiligen Beispiels nicht nur gut nachvollziehen, sondern erhält auch eine kurze praxisorientierte Anleitung, wie man ein Konzept für E-Learning-Anwendungen entwirft. Die drei Beispiele beziehen sich auf Anwendungen mit unterschiedlicher Komplexität. Das erste Beispiel "Was ist Volkswirtschaft" ist ein Selbstlernprogramm, das ein Seminar zur Gänze ersetzt. Das zweite Beispiel "Operatives Controlling in Druckereien" zeigt, wie eine E-Learning-Anwendung ein Classroom-Seminar vorbereitet und unterstützt. Mit dem dritten Beispiel "E-Learning in Call Centern" wird ein Flexibles Weiterbildungspackage vorgestellt, das sowohl Analyse- als auch Lernziele im Kommunikationsbereich verfolgt.
(Quelle: U. Dittler (Hrsg.). (2002). E-Learning - Erfolgsfaktoren und Einsatzkonzepte des Lernens mit interaktiven Medien. München: Oldenbourg Verlag. Seite 83)
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